AP&T stellt AP&T TemperBox® als ein­heit­liches Angebot für die globale Automobil­industrie vor. Gemein­sam mit GEDIA macht das Unter­nehmen seine Press­härtungs­technologie für maß­geschneiderte Eigen­schaften für OEMs und Zulieferer ver­füg­bar, die harte und weiche Zonen in einem ein­zigen Bau­teil kombinieren möchten – mit Unter­stützung sowohl bei der Aus­legung als auch in der Serien­produktion.

TemperBox ist eine ofen­basierte Technologie, bei der die Material­eigen­schaften vor dem Umformen und Abschrecken lokal gesteuert werden. Durch den Ein­satz von Maskier­elementen in der TemperBox wird die Wärme­strahlung in bestimmten Bereichen gezielt ab­geschirmt, wo­durch inner­halb desselben Platinen­zuschnitts unter­schiedliche Temperatur­profile ent­stehen. Nach dem Press­härten werden voll­ständig erwärmte Zonen hart und trag­fähig, während ab­geschirmte Zonen duktil bleiben und energie­absorbierende Eigen­schaften behalten.

Damit lassen sich Bau­teile mit kontrollierten Über­gängen zwischen harten und weichen Zonen her­stellen, ohne unter­schied­liche Werk­stoffe oder Blech­dicken zu kombinieren. Das Ergebnis ist größere Gestaltungs­freiheit bei gleich­zeitig geringerer Gesamt­komplexität in der Produktion.

Mehr Gestaltungs­freiheit bei höherer Sicher­heit und geringerem Gewicht

Für die Automobil­industrie ermöglicht TemperBox bereits früh in der Ent­wicklungs­phase einen konsistenteren Ansatz für Crash­verhalten, Gewichts­optimierung und Material­effizienz.

„Um Faktoren wie Crash­verhalten und Gewicht zu optimieren, müssen Ingenieure früh ent­scheiden, wo weiche und harte Zonen erforder­lich sind. Mit TemperBox lässt sich das in einem ein­zigen Platinen­zuschnitt erreichen – ohne Werk­stoffe zu kombinieren oder in späteren Phasen kompensieren zu müssen“, sagt Dr. Christian Koroschetz, Leiter Produkte, Business Development und Marketing bei AP&T.

Dies ist besonders relevant für moderne Fahr­zeug­plattformen, bei denen Elektrifizierung und Batterie­systeme neue Anforderungen an Karosserie­strukturen stellen. In sicher­heits­kritischen Bau­teilen sind präzise definierte Zonen ent­scheidend – sowohl für den Insassen­schutz als auch für die strukturelle Integrität.

Von etablierter Technologie zu einem breiteren Markt­angebot

TemperBox ist seit vielen Jahren im Einsatz, und GEDIA hat eine Schlüssel­rolle bei der Industrialisierung des Prozesses gespielt und ihn in der Serien­produktion für internationale OEMs angewendet.

AP&T und GEDIA haben nun ent­schieden, die Technologie einer breiteren Her­steller­basis zugäng­lich zu machen.

„Wir wissen, dass OEMs erheb­liche Risiken bei Single Sourcing sehen. Des­halb wollen wir mehr Akteuren ermöglichen, diese Technologie in großem Maß­stab zu nutzen“, sagt Christian Koroschetz.

Eine Zusammen­arbeit, die die Zuliefer­basis ver­breitert

Die Ent­scheidung von GEDIA, seine Prozess­kompetenz zu teilen, ist in der Branche un­gewöhnlich. Ziel ist es, die Vor­aus­setzungen für eine breitere Basis von Her­stellern zu schaffen, die OEM-Anforderungen er­füllen können, und damit die Ver­wund­bar­keit in der Liefer­kette zu ver­ringern.

„Damit diese Technologie im großen Maß­stab erfolgreich ist, sind wir bereit, mehr Akteuren Zugang dazu zu gewähren. Wir möchten dazu bei­tragen, weil dies die lang­fristige Wett­bewerbs­fähigkeit der Karosserie­strukturen der OEMs stärkt“, sagt Burkhard Vogt, Chief Technology Officer (CTO) der GEDIA Automotive Group.

AP&T fungiert als zentraler Ein­stiegs­punkt, koordiniert die Gesamt­lösung und regelt die Ver­traulich­keit über ver­tragliche Ver­ein­barungen und strukturierte Arbeits­weisen.

TemperBox®-Engineering-Paket – vom Konzept bis zur Serien­produktion

Kern des Angebots ist das TemperBox®-Engineering-Paket, das Technologie, Prozess-Know-how und Produktion in einer integrierten Lösung zusammen­führt.
AP&T ist ver­ant­wortlich für die komplette Press­härte­linie, ein­schließ­lich TemperBox, Öfen, Servo­pressen, Automation und Anlagen­sicher­heit. 

GEDIA kann tief­gehende Ein­blicke in den Prozess und in die Erreichung einer stabilen, reproduzier­baren Serien­produktion ein­bringen.

Die Zusammen­arbeit kann früh in der Ent­wicklungs­phase beginnen, in der Bau­teil­auslegung – ein­schließ­lich harter und weicher Zonen –, Umform­barkeit und Crash­anforderungen bewertet werden. Umform- und Prozess­simulationen verifizieren anschließend die Herstell­barkeit und definieren, wie Werk­zeuge und Maskierung aus­gelegt werden müssen, um die beabsichtigte Temperatur­führung und die Material­eigenschaften zu erreichen.

Durch ein strukturiertes Vor­gehen und definierte Ver­traulich­keits­verein­barungen bietet AP&T, was Christian Koroschetz als „Peace of Mind“ beschreibt – und stellt sicher, dass Technologie, Prozess und Produktion nahtlos zusammen­wirken, während der Kunde sich auf sein Produkt konzentrieren kann.

„Lang­fristig geht es darum, fort­schritt­liches Press­härten für mehr Her­steller zugäng­lich zu machen und damit zu ver­besserter Crash­sicherheit und weniger Verkehrstoten bei­zutragen“, so Christian Koroschetz abschließend.

 

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